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Lebenslauf von Alexis Bug (Schauspieler, Autor, Regisseur)

Geboren am 12.01.1973 in Speyer, aufgewachsen in Schifferstadt.

1992 Abitur in Schifferstadt.

Absolvent der Westfälischen Schauspielschule Bochum im Jahr 1996.

Von 1997 bis 2005 tätig als Schauspieler an verschiedenen Bühnen, darunter das Schauspielhaus Bochum, Staatstheater Schwerin, Hebbel am Ufer und Sophiensäle Berlin. An der Düsseldorfer Kunsthalle übernimmt er die Hauptrolle in Werner Schroeters Inszenierung „Die Schönheit der Schatten“ über Robert Schumann. Er spielt in Kinofilmen von Leander Haußmann und Angela Schanelec.

Parallel dazu schreibt er mehrere Theaterstücke. Sein Stück „Nicht nach Berkeley“ (zusammen mit Andreas Laudert) wird beim Heidelberger Stückemarkt im Jahr 2000 präsentiert. Sein Stück „Rosegarden“ wird 2001 in einer Werkstattaufführung beim Festival „Jetzt ist Anfang und Beginn“ an den Münchner Kammerspielen gezeigt.

Im gleichen Jahr inszeniert er sein eigenes Werk „Getrennte Zimmer“ am Landestheater Tübingen.

2003 erarbeitet er zusammen mit der „Compagnie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung (PNAC)“ das Doku-Theaterstück „Think Tank“, in dem er auch mitspielt, am Theater unterm Dach und 2004 die Fortsetzung „Think Tank 2“ am Theater Hebbel am Ufer in Berlin. Die Produktion wird zum 6. „Festival Politik im Freien Theater“ nach Berlin eingeladen.

2004 erhält er für sein Theaterstück „Getrennte Zimmer“ den Martha-Saalfeld-Förderpreis von Kulturminister Jürgen Zöllner in Mainz.

2005 wird sein Stück „Nach Berkeley“ (zusammen mit Andreas Laudert) unter dem Titel „Wir später“ (Regie: Leonie von Watzdorf) an den Berliner Sophiensälen uraufgeführt.

2006 entwickelt Bug für den Performance-Künstler und Maler Jonathan Meese das Regiekonzept für die Produktion „De Frau (Dr. Poundaddylein – Dr. Ezodysseusszeusuzur)“ an der Berliner Volksbühne und führt Co-Regie. Im selben Jahr beteiligt er sich an der Gründung des Off-Theaters Ballhaus Ost in Berlin. Er holt das Puppenensemble „Das Helmi“ an die Bühne und erarbeitet und inszeniert mit ihnen eine Puppenadaption von Joseph Kesselrings „Arsen und Spitzenhäubchen“. Die Produktion wird zum Impulse Festival NRW eingeladen und nimmt am Miryang Festival in Südkorea teil.

2007 inszeniert Bug erstmalig in Südkorea. Er entwickelt zusammen mit Marcus Braun das Theaterstück „Der Berliner Gaettong“ – ein Schauspiel mit Menschen und Puppen, das das Teilungsschicksal zweier Völker widerspiegelt. Das Stück wird von dem renommierten Germanisten und Dramaturgen Professor Won-Yang Rhie ins Koreanische übertragen. Die Produktion gastiert 2008 auch in Deutschland an der Berliner Volksbühne und beim 7. Festival „Politik im freien Theater“ in Köln.

Es folgt eine 10-jährige Zusammenarbeit mit der renommierten koreanischen Yeon-Hee Street Theatre Troupe (in Seoul, Busan und Miryang) und mit der National Theater Company of Korea in Seoul. In diesem Rahmen inszeniert er unter anderem die koreanische Erstaufführung von Bertolt Brechts „Der Aufstieg des Arturo Ui“ und den Comedy-Import „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“ von Adam Long, welcher bis heute ein großer Publikumserfolg in Südkorea ist. 2014 holt Bug den deutschen Dramatiker Nis-Momme Stockmann nach Korea und entwickelt mit ihm das Konzept für die kapitalismuskritische Trilogie „The Power“. Die ersten beiden Teile der Trilogie inszeniert Bug 2015 und 2016 auf der großen Bühne des Koreanischen Nationaltheaters. Diese Aufführungen gelten als die erste Auseinandersetzung eines koreanischen Ensembles mit dem Konzept der Postdramatik. Während seines Engagements in Südkorea gibt er zahlreiche Workshops an Theatern und Universitäten in Seoul, Busan und Incheon sowie in Osaka und Tokio. Außerdem arbeitet er weiterhin in Deutschland. Zusammen mit der Performerin Anne Tismer entwickelt Bug 2010 den Text „Hitlerine und die Untergäng“ und inszeniert das Stück im Prater der Berliner Volksbühne. Im selben Jahr inszeniert er Nis-Momme Stockmanns Debütstück „Inga und Lutz. Oder: Die potentielle Holistik eines Schnellkochtopfs im Kosmos des modernen Seins“ am Staatstheater Braunschweig. Die Produktion ist beim Heidelberger Stückemarkt zu sehen und wird in der Galerie des renommierten Kunsthändlers Bruno Brunnet in Berlin gezeigt. 

2017 kehrt Bug nach Deutschland zurück. Er schreibt die Politsatire „Kallstadter Saukerl“ und tritt in Gestalt der Kunstfigur Toni Trump auch wieder als Schauspieler auf. Die Geschichte um den „echten“ Trump, dessen Großvater die Pfalz nie verlassen hat, begeistert bis heute das Publikum von der Weinstraße bis Berlin (u. a. SWR-Fernsehen, Capitol Mannheim, Kabarett-Theater-Distel).